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Liederkranz (1869-1934)» Rückblick «

Am 6. Februar 1869 gründeten August Staab, Heinrich Ritzert, Joh. Ritzert, Adam Schäfer und J.B. Fischer ein Quartett, das sich kurz darauf den Namen

"Liederkranz"

gab. Erster Dirigent war der Postverwalter Heinrich Collin, der das Quartett zu einem leistungsfähigen Männerchor ausbaute.

Schon 1870 war aus dem Quartett auch ein "Gemischter Chor" entstanden, der sich aber Ende der 1870er wieder auflöste.

1881 wurde Dirigent Collin nach Darmstadt berufen - es folgte kurzfristig der Lehrer und spätere königliche Hofsänger Siegmund Krauß. Dieser wurde 1885 nach Darmstadt berufen und es trat - wie so häufig bei einem Dirigentenwechsel - eine Pause ein. Diese konnte erst 1887 beendet werden, als der "Liederkranz" sich mit der erst im Jahr zuvor gegründeten "Germania" vereinigte und fortan unter der Leitung von Realschullehrer Peter Frey erstarkte und sich zu einem wachsenden, aktiven Mänerchor entwickelte. Den Vorsitz führt zu dieser Zeit Postmeister Adam Leibfried (bis 1910).

Am 21. Juni 1903 wurde das Banner des Vereins in einer schlichten Feier auf dem "Ohl'schen" Berg eingeweiht.

Von 1910 bis 1992 führte Fabrikant Heinrich Ritzert den Vorsitz, der u.a. nach der Zwangspause durch den 1. Weltkrieg schon 1919 mit einer Aufführung von Schillers "Glocke" das Vereinsleben zu neuem Aufbruch führte.

Der Weggang von Dirigent Frey im Jahre 1922 stürzte den Männerchor in eine so schwere Krise, dass trotz nochmaliger Erfolge in 1925 (1. Preis in der 3. Klasse beim 25jährigen Jubiläum des Brudervereins "Sängerlust") wieder einmal die Umwandlung in einen "Gemischten Chor" erfolgte. Im Jahr 1926 fand sich mit Chorleiter Bernd Zeh (Darmstadt) ein neuer, ausgezeichneter musikalischer Leiter.

1924 wurde Karl Zibulski zum Vorsitzenden gewählt, 1926 folgte Paul Pittan und von 1927 bis 1929 H. von Murat. 1929 folgte dann erneut Paul Pittan, der 1931 von Studienrat Phillip Wittersheim abgelöst wurde. Von 1992 bis 1926 waren die Dirigenten interimsweise die Herren Lehrer Danz und Kalr Zibulski, 1924 die Herren Hans May und Weißhaar und 1925 folgte Lehrer Sauer.

Bernd Zeh führte den Chor sehr erfolgreich an neue, schwierige Aufgaben heran. So wurde z.B. 1928 die Johannespassion von Heinrich Schütz aufgeführt und 1929 ein Jubiläumskonzert mit einer schwierigen Vertonung der "Nachtmusikanten".

Als Dirigent Bernd Zeh 1934 die Leitung des "Liederkranz" aufgeben musste, schloss sich dieser Chor mit der "Sängerlust" zusammen.

» Rückblick «Aktualisiert am 11.12.2007